Weisheiten

Musst du einem immer deine Weisheiten aufdrücken? Zu manchen Anlässen ist es einfach nicht angebracht, unaufgefordert Wissen zum Besten zu geben. Zu anderen dagegen schon. Ob Hochzeitsrede, Ansprache oder Glückwunschkarte – eine kluge Weisheit zeugt vom Intellekt des Verfassers und gibt dem Anlass eine besondere Tiefe.

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Doch was versteht man überhaupt unter „Weisheit“?

Weisheit ist die Fähigkeit, mit Wissen, Erfahrung, Verständnis, gesundem Menschenverstand und Einsicht zu denken und zu handeln. Weisheit wird mit Attributen wie Mitgefühl, erfahrungsmäßiger Selbsterkenntnis, Bindungslosigkeit und Tugenden wie Ethik und Wohlwollen assoziiert.

Die Weisheit wurde in der Vergangenheit auf viele verschiedene Arten definiert, eine Vielzahl von Messverfahren wurde entwickelt und es wurden mehrere Subtypen vorgeschlagen. Das Oxford English Dictionary definiert die Weisheit als „Fähigkeit, in Fragen des Lebens und des Verhaltens richtig zu urteilen; Stichhaltigkeit des Urteils bei der Wahl von Mitteln und Zielen; manchmal, weniger streng, gesunden Menschenverstand, insbesondere in praktischen Angelegenheiten“. Aber auch Wissen, Aufklärung, Lernen und Gelehrsamkeit werden immer wieder mit Weisheit assoziiert.

Charles Haddon Spurgeon definierte Weisheit als „die richtige Nutzung von Wissen“. Robert I. Sutton und Andrew Hargadon definierten dagegen die „Haltung der Weisheit“ als „Handeln mit Wissen unter Zweifel an dem, was man weiß“. In der psychologischen Literatur jedoch hat das Konstrukt der Weisheit jedoch keine allgemein akzeptierte Definition.

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Die Definition der Weisheit in früheren Zeiten

Die alten Griechen betrachteten Weisheit als eine wichtige Tugend, sahen sie verkörpert als die Göttinnen Metis und Athene. Athena soll aus dem Kopf von Zeus entsprungen sein. Sie wurde als stark, fair, barmherzig und keusch dargestellt.

Für Sokrates und Platon war die Philosophie buchstäblich die Liebe zur Weisheit. Dies durchdringt Platons Dialoge, insbesondere die Republik, in der die Führer seiner vorgeschlagenen Utopien Philosophenkönige sein sollen, Herrscher, die die Form des Guten verstehen und den Mut besitzen, entsprechend zu handeln. Aristoteles definierte in seiner Metaphysik Weisheit als das Verständnis von Ursachen, d. h. zu wissen, warum die Dinge einen bestimmten Weg nehmen.

Auch die alten Römer schätzten die Weisheit. Sie wurde in Minerva oder Pallas personifiziert und repräsentiert auch geschicktes Wissen und die Tugenden, insbesondere die Keuschheit. Ihr Symbol war die Eule, die immer noch eine beliebte Darstellung der Weisheit ist, weil sie in der Dunkelheit sehen kann. Sie soll von Jupiters Stirn geboren worden sein.

Weisheit ist auch innerhalb des Christentums ein wichtiges Element. Paulus, der Apostel, argumentierte in seinem ersten Brief an die Korinther, dass es sowohl weltliche als auch göttliche Weisheit gibt und forderte die Christen auf, diese zu verfolgen. Die Umsicht, die eng mit der Weisheit verbunden ist, wurde zu einer der vier Kardinaltugenden des Katholizismus. Der christliche Philosoph Thomas Aquinas betrachtete Weisheit als den „Vater“ (d. h. Ursache, Maß und Form) aller Tugenden.

In buddhistischen Traditionen spielt die Entwicklung der Weisheit eine zentrale Rolle. In den entsprechenden Schriften wird eine umfassende Anleitung zur Entwicklung der Weisheit gegeben. In der Tradition der Inuit war die Entwicklung der Weisheit eines der Ziele der Lehre. Ein Inuit-Ältester sagte, dass eine Person weise wurde, wenn sie sehen konnte, was getan werden musste, und es erfolgreich tun konnte – ohne dass ihr gesagt wurde, was sie tun sollte. In vielen Kulturen ist der Name für dritte Molaren, die die letzten Zähne sind, etymologisch mit Weisheit verbunden, z. B. wie im Deutschen der Weisheitszahn.

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Für welchen Anlass Sie auch immer eine passende Weisheit benötigen – wir haben Ihnen hier eine Auswahl von großartigen, teilweise weltbekannten Weisheiten zusammengetragen, die Sie für Ihre persönlichen Zwecke verwenden können. Schmücken Sie damit Gruß- und Glückwunschkarten und zeigen Sie dem Empfänger, dass Sie emotional tief mit ihm verbunden sind. Eine Weisheit ist immer ein schönes Geschenk, ob persönlich vorgetragen oder in schriftlicher Form.

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